Niederlage und Erfolg
liegen oft ganz nahe beieinander


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Da sitzt man dann als Mannschaftsführer und zermartert sich das Hirn, wen seiner zur Verfügung stehenden Spieler man wie einsetzen möchte. Meine Gefühlswelt wird nicht häufig so durcheinandergerüttelt wie heute! Aber beginnen wir mal am Anfang. Heute spielten wir unser erstes "Nun geht es um was Turnier!" auf unserem neuen Spielgelände. Bei meinem Eintreffen, wurden die Bahnen von fleißigen Helfern und Spielern vorbereitet und die ersten Gäste spielten sich bereits ein.
Für 09.45 h berief ich die Mannschaften zur Begrüßung in das Vereinshaus des SV Thomasstadt ein. Nach einigen Jahren der Abstinenz war die Teilnahme am BPV Cup unser erster Auftritt auf der BPV Bühne. Unsere Spieler machten alle einen hoch motivierten Eindruck. Zu meiner großen Freude, aber auch Verwunderung hatte ich mehr Spieler zur Verfügung, als ich sie in der Liste dieser Homepage aufgeführt hatte. Aber besser einen zu viel als einen zu wenig. Meine Sorge war ohnehin weiblich, denn wir haben in unserem Verein nur eine weibliche Lizenzspielerin. Und wenn die nicht hätte spielen können, dann …. gar nicht auszudenken!
Pünktlich um 10.00 h waren dann alle auf dem vorbildlich hergerichteten Platz. Die Rahmenbedingungen stimmten also. Nun musste unsere Manschaft nur noch ihren Job machen. Die erste Spielrunde ist das Tête á Tête, bei vielen Pétanquespielern nicht gerade beliebt, in unserer Mannschaft freuten sich ausnahmslos alle darauf. Sogar unsere beiden Novizen scheuten sich nicht ein Tête á Tête spielen zu wollen. Einer von den beiden bekam auch die Gelegenheit und nutzte sie dann gleich, indem er als deutlicher Gewinner aus dem Spiel hervorging.Das Ergebnis sprach für sich. Von den sechs Têtes konnten wir vier zu unseren Gunsten entscheiden. Der Grundstein war gelegt und unser Team befand sich auf der Siegerseite. Ein gewonnenes Tête zählt zwei Punkte und wir hatten gerade 8 Punkte eingesackt. Am gesamten Spieltag gibt es 31 Punkte zu verteilen und uns fehlten zu diesem Zeitpunkt nur noch acht weitere Punkte um den Pegel zu unseren Gunsten ausschlagen zu lassen!
Nun folgten die drei Doublettes, die bei einem Sieg jeweils drei Punkte einbringen. Würden wir die alle drei gewinnen, dann hätten wir den Sack schon nach den Doublettes zugemacht. Nun wurde auch unser zweiter Lizenzneuling ins Spiel gebracht. Es folgten allerdings zwei Ernüchterungen. Nur unser Doublette Mixte gewann, was die Ausgangslage nicht hoffnungslos, aber etwas schwerer machte. Die Unbefangenheit eines frischen Lizenzinhabers ließ beide Neulinge recht gut aussehen. Alle
Vor den beiden Triplettes, deren Gegenwert fünf Punkte darstellen, benötigten wir nun eieinziges gewonnenes Triplette um eine Runde weiter zu gelangen. Es fällt mir relativschwer, die Dramatik dieser letzten Runde zu beschreiben. Unser Triplette mixte endete mit einer knappen Niederlage. Derweil führte unser zweites Triplette mit 10:0. Mit Ablauf des Triplette mixte kassierte unser zweites Triplette dann einen Gegenpunkt. Selbst zu diesem Zeitpunkt glaube ich, hat niemand mehr einen Pfifferling für das gegnerische Team gegeben. Und dann nahm die Dramatik in dieser Partie richtig Fahrt auf. Einer unserer Spieler liess sich auswechseln. Und dieser Wechsel erwies sich als "der größte Fehler", den ein Coach machen kann. Denn mit dem Wechsel, zu diesem möglicherweise entscheidenden Zeitpunkt des Spieles, wurde quasi der Mond aus seiner Umlaufbahn gestossen. Unser Triplette war durch den Wechsel so sehr destabilisiert, dass die Partie mit 11:13 verloren ging und der STV Vohwinkel die nächste Runde erreichte.
Als Fazit können wir feststellen, dass wir heute eine Menge dazu gelernt haben. Ich, als Coach und auch unsere Spieler. Aus Fehlern wird man klug und solch einen Fehler werden wir sicher kein zweites Mal mehr begehen.

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