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Boule,
das ist doch kein Sport!!

Eine kleine statistische Überlegung hierzu:
(ich glaube ihr, denn ich habe sie selbst gefälscht!)

Ein Turnier bestehe aus durchschnittlich 5 Spiel-Runden.
Eine Runde bestehe aus durchschnittlich 10 Aufnahmen.
Bei einer Aufnahme werfe jeder Spieler 3 Kugeln (beim Triplette 1/3 weniger!) à ca. 700 g.
Bei jedem Kugelwurf lege er 2 mal die Entfernung Abwurfkreis - Zielkugel zurück, also

2 x ca. 9 m = 18 m,

einmal hin und einmal zurück. (Es soll Spieler geben, die diesen Weg mehrfach gehen. Entsprechend länger ist der Gesamtweg.)

Der Durchschnittsspieler, nennen wir ihn der Einfachheit halber Hänschen Haenschen wirft

demnach in einem Turnier durchschnittlich

5 x 10 x 3 x 0,7 kg = 105 kg Stahl

durch die Luft und legt dabei

5 x 10 x 3 x 18 m = 2700 m

zurück. Dabei sind weitere Wege (zum Ruheplatz, zur Verpflegung, zur Toilette, zu Freunden und Bekannten, etc.) noch nicht mit berücksichtigt. Dazu darf die Strecke leicht (sagen wir einmal) vervierfacht (?) werden.

Hänschen spiele jeden zweiten Wurf aus der Hocke. Dabei werde sein durchschnittliches Körpergewicht von freundlich geschätzten 75 kg um 50 cm gesenkt und wieder angehoben, demnach um 1 m bewegt. Er senke also sein Gesamtgewicht von

5 x 5 x 3 x 75 kg = 5.625 kg

um 50 cm und hebe es nach kurzer Verweilzeit wieder um 50 cm an. Auf diese seine Masse von 5625 kg wirkt die Erdbeschleunigung g = 9,81 m/s², woraus sich ein Produkt von

5625 kg x 9,81 m/s² = ca. 55200 kgm/s²

ergibt. Multipliziert mit dem Hubweg von 50 cm = 0,5 m ergibt sich nun für Hänschen eine von ihm insgesamt zu leistende Hubarbeit aus der Hocke in den Stand von

ca. 27600 kgm²/s² = ca. 27600 J = 27,6 kJ.

Würde diese Energie allein aus der vollständigen Verbrennung seines ihm eigenen Körperfettes bezogen, entspräche dies bei einer Energiedichte von 38 kJ je g Fett einer Fettmenge im Gesamtgewicht von ca. 0,730 g, dies allein nur für den Anhebevorgang. Gehen wir von einem Mix aus 10 % Eiweiß (Energiedichte 17 kJ/g), 40 % Kohlenhydrate (KH, 17 kJ/g) und 50 % Fett aus, ergibt sich ein Massenverbrauch von

27600 x 50 % (Summe aus Eiweiß- und KH-Anteil) / 17 kJ je g = ca. 0,810 g Eiweiß bzw. KH und 27600 x 50 % /38 = ca. 0,365 g Fett,

zusammen also eine Gesamtmasse von ca. 1,175 g Körpermasse. Da das Absenken des Körpergewichts nicht im freien Fall erfolgt, sondern durch Muskelarbeit abgebremst wird, muss Hänschen noch einmal einen entsprechenden Energiebetrag für diese Bremsarbeit aufbringen. Bei einem angenommenen biologischen Wirkungsgrad von einfachheitshalber 50 % muss der Energie- und damit auch der Massenbedarf verdoppelt werden. Die 50 % ungenutzte Energie gehen Hänschen als Abwärme verloren. Immerhin werden sie genutzt, um seine Körpertemperatur aufrecht zu erhalten oder sogar zu erhöhen. (Es wurden schon auf mehreren Turnieren schwitzende Boulerspieler gesichtet, vorzugsweise allerdings bei leicht erhöhten Umgebungstemperaturen, wenn die Wärmeabstrahlleistung des Körpers aufgrund der geringen Temperaturdifferenz Körper - Umgebung insgesamt minimiert war! In solchen Fällen pflegt der Körper ja die Verdampfungsenthalpie des Schweißes zum Wärmeentzug und damit sehr effektiv zur Kühlung zu nutzen.)

Wenn jeder Anhebevorgang ca. 1 Sekunde dauert (Hänschen ist nicht mehr der allerjüngste), dann benötigt er zum Anheben dieser 5625 kg

5 x 5 x 3 x 1 Sekunde = 75 Sekunden.

Teilt man nun den Energiebetrag durch die Zeit, so ergibt sich ein Quotient von 27,6 kJ / 75 s und damit eine Leistung von ca. 0,37 kJ/s = 0,37 kW = 0,5 PS (1 kW = 1,37 PS).

Es soll Boulespieler geben, die nach einem mehrstündigen Turnier erheblichen Muskelkater nicht nur in den Oberschenkeln hatten.

Bisher unberücksichtigt ist der Energiebedarf für die zurückzulegenden Fußwege, das Halten der Kugel und den Kugelwurf. Da nicht wenige Spieler zwischen den Aufnahmen Übungswürfe absolvieren (Hänschen gehört natürlich auch dazu), erhöht sich der Energiebedarf beträchtlich.

Aber wie auch immer ihm sei! Es ist unumstößlich bewiesen:

Boule ist Leistungssport

So, das musste einmal gesagt werden!

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